Einzelprojekt

Interaktion zwischen Sport und Lipidstoffwechsel im Gehirn im Zusammenhang der Alzheimer-Erkrankung

Förderkennzeichen: 01ED2310
Fördersumme: 280.086 EUR
Förderzeitraum: 2023 - 2026
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Alexander Bartelt
Adresse: Klinikum der Universität München, Campus Innenstadt, Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten
Pettenkoferstr. 9
80336 München

Die Alzheimer-Krankheit (AD) stellt eine enorme emotionale und finanzielle Belastung für die alternde Bevölkerung dar. Obwohl es derzeit keine wirksamen krankheitsmodifizierenden Medikamente gibt, hat sich gezeigt, dass körperliche Betätigung bzw. Sport durch bislang unbekannte Mechanismen vor Alzheimer schützt. Im EXERBRAIN-Projekt wird die Hypothese getestet werden, ob die schützende Wirkung von Sport auf AD durch die Normalisierung des (Lipid-)Stoffwechsels im Gehirn vermittelt wird. EXERBRAIN wird diese Hypothese zum ersten Mal durch ein interdisziplinäres und translationales Konsortium testen, das die einzigartige Expertise von drei führenden Forschungsgruppen aus Deutschland, den Niederlanden und Spanien kombiniert. Das Fachwissen dieser Gruppen umfasst die Rolle von Bewegung auf den Stoffwechsel bei Mäusen, die Rolle des Hirnfettstoffwechsels bei der AD-Pathogenese in Gehirnzellen, die von humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC) stammen, und die Beziehung zwischen Bewegung und AD-Biomarkern in einer humanen Kohorte. Der deutsche EXERBRAIN-Projektteil wird eine hochdetaillierte Transkriptions- und Stoffwechselkarte der Auswirkungen von Sport auf das Gehirn von Mäusen erstellen und diese Ergebnisse im Rahmen des Konsortiums in humanen Zellen und einer menschlichen Kohorte mit einem erhöhten Risiko für die Alzheimer-Krankheit validieren. So sollen Mechanismen aufgedeckt werden, die die Auswirkungen von körperlicher Betätigung auf den Gehirnstoffwechsel mit wichtigen pathologischen Prozessen der Alzheimer-Erkrankung verbinden. EXERBRAIN wird so die molekularen Wege beleuchten, die Sport mit dem Hirnlipidstoffwechsel und der AD-Pathogenese verbinden, und dadurch ein neues Verständnis der Mechanismen schaffen, die der Schutzwirkung von Sport und Bewegung als nicht-pharmakologischer Intervention bei AD zugrunde liegen.