Einzelprojekt

RehaCAT+: Effektivität und Kosten-Effektivität eines Web-basierten Routineassessments für Depression und Angst

Förderkennzeichen: 01GX1901
Fördersumme: 1.651.783 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2025
Projektleitung: Prof. Dr. Harald Baumeister
Adresse: Universität Ulm, Fakultät Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie, Institut für Psychologie und Pädagogik, Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Albert-Einstein-Allee 47
89081 Ulm

Das Projekt zielt auf die Wirksamkeits- und Kosten-Effektivitätsüberprüfung von RehaCAT+, einem um Handlungsempfehlungen und Dokumentationshilfen erweiterten Web-basierten Diagnostiktestsystems im Vergleich zur (erweiterten) Standarddiagnostik bestehend aus einem Computer-basierten, psychosozialen Routineassessmentsystem (RehaCAT, https://rehacat.de) ohne systemhinterlegte, individualisierte Empfehlungen. Das Projekt erfolgt beispielhaft in zwei der häufigsten Indikationsgebiete der somatischen Rehabilitation, der orthopädischen und der kardiologischen Rehabilitation. Die Handlungsempfehlungen werden im Rahmen dieses Projektes für die Assessmentbereiche Depression und Angst umgesetzt, für die umfassende Handlungsrichtlinien sowohl im Allgemeinen als auch für die Rehabilitation im Spezifischen bestehen. Aufgrund bestehender, begrenzt unmittelbar veränderbarer Rahmenbedingungen (zeitliche und personelle Begrenzungen; Abrechnungsziffern; Routinen) gehen wir davon aus, dass RehaCAT+ vor allem einen messbaren Effekt auf die post-stationäre Phase der Rehabilitation sowie die Dokumentation haben wird. Wahrgenommene Veränderungen sowie bestehender Veränderungsbedarf während der Rehabilitation auf der Mikro- (Patienten- und Mitarbeiterbezogene Aspekte), Meso- (organisationsbezogene Aspekte) und Makroebene (Systembedingte Vorgaben und Rahmenbedingungen) werden im Rahmen einer qualitativen Begleitevaluation untersucht. Zentrale Hypothese ist, dass RehaCAT+ die Depressivität (primärer Outcome) und weitere psycho-soziale Outcomes wie Angst mittelfristig verbessert und sich diese Verbesserung auch durch eine verbesserte Evidenzbasierung der Nachsorge- und post-rehabilitativen Handlungsempfehlungen aufzeigen lässt.