Einzelprojekt

RESPECT - Standardisierung der Nieren-MRT zur Verbesserung des personalisierten Managements von CKD-Patienten

Förderkennzeichen: 01KU2102
Fördersumme: 302.496 EUR
Förderzeitraum: 2021 - 2025
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Frank Zöllner
Adresse: Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Mannheim, Zentrum für Biomedizin und Medizintechnik, Computeruntestützte Klinische Medizin
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim

Mehr als 10% der Weltbevölkerung haben eine chronische Nierenerkrankung (CKD) und ihre Prävalenz ist steigend. CKD stellt eine globale Gesundheitsbelastung mit hohen wirtschaftlichen Kosten dar. Patienten zeigen einen aggressiven Krankheitsverlauf, ein Grund, warum gegenwärtige Therapien und eine große Zahl klinischer Studien gescheitert sind. Bessere Methoden für eine frühere Diagnose und Patientenstratifizierung, gezielte Behandlung und Überwachung werden gebraucht. Multiparametrische (mp) Magnetresonanztomographie (MRT) der Nieren ist eine vielversprechende nicht-invasive Technik zur Charakterisierung der Nierenphysiologie/-pathophysiologie. Aktuell bestehen methodische Unterschiede zwischen Studien, die zuverlässige Vergleiche verhindern. Akzeptierte normative Werte sind nicht verfügbar. Zusätzliche Nachweise für die klinische Validität und den Nutzen sind erforderlich. RESPECT adressiert diese ungelösten Probleme mit einem multinationalen, multidisziplinären und sektorübergreifenden Projekt, das eine skalierbare, standardisierte mp Nieren-MRT für personalisierte Medizin etabliert, die eine multizentrische klinische Forschung ermöglicht. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundprojekts "RESPECT" der Förderinitiative "ERA-PerMed". Der Verbund "RESPECT" wird durch eine italienische Arbeitsgruppe koordiniert und hat insgesamt sechs Projektpartner. Die Universität Heidelberg arbeitet an der Einrichtung einer Open-Access Cloud-basierten Plattform für Nieren-MRT Datenaustausch und entwickelt dabei Methoden zur Qualitätskontrolle. Sie ist zudem an der Entwicklung neuartiger KI-Techniken zur Automatisierung der Datenverarbeitung beteiligt. Weiter wird an der Entwicklung von MRT-Richtlinien für den Datenaustausch, die Ethik und Vertraulichkeit gewährleisten, geforscht. Hierbei werden Patienten, Gesundheitsversorgung und die Sicht der Ethikfachleute auf die gemeinsame Nutzung von Daten sowie der Einsatz von KI in der Bilddatenverarbeitung einbezogen.