Einzelprojekt

OpHeLIA - Optimierung der Halomonas elongata für industrielle Anwendungen

Förderkennzeichen: 0316197
Fördersumme: 1.121.621 EUR
Förderzeitraum: 2012 - 2017
Projektleitung: Dr. Alberto Marin Sanguino
Adresse: Technische Universität München - Fakultät für Maschinenwesen - Institut für Verfahrenstechnik - Fachgebiet für Systembiotechnologie
Boltzmannstr. 15
85748 Garching

Das Nachwuchsgruppen-Projekt OpHeLIA beschäftigt sich mit dem Stoffwechsel-Netzwerk des Bakteriums Halomonas elongata. Dieses soll mit Hilfe der Systembiologie rekonstruiert werden, wobei der Fokus auf dem Ectoin-Metabolismus liegt. Auf diese Weise sollen neue Bakterienstämme entwickelt werden, die eine höhere Ausbeute an Ectoin ermöglichen. Ectoin ist ein Naturstoff, der häufig als Wirkstoff in der Hautpflege und im Sonnenschutz eingesetzt wird und daher von erheblichem industriellem Interesse ist. Die neuen Stämme sollen anschließend weiterentwickelt und soweit angepasst werden, dass sie zukünftig als brauchbare industrielle Produktionsstämme eingesetzt werden können.

Dafür sollen zunächst die für die Ectoin-Produktion relevanten Teilnetzwerke identifiziert und ein mathematisches Modell der Ectoin-Erzeugung entwickelt werden, das auf experimentellen Daten basiert. Anschließend ist geplant, modellgestützt ein Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute der Ectoinproduktion zu entwickeln und Mutationstämme zu generieren. Diese sollen dann erst im Labor getestet und validiert werden, bevor das Prinzip auf industrielle Produktionsbedingungen übertragen wird.