Verbund

NEURON-Verbund HYPZITRP

Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Forschungsverbundes „HYPZITRP“ im ERA-NET NEURON. Der Verbund besteht aus einer deutschen und zwei internationalen Arbeitsgruppen.Depressionen gehören zu den wichtigsten chronischen Erkrankungen in Industrieländern. Sie sind durch eine große persönliche Belastung der Patientinnen und Patienten gekennzeichnet. Hinzu kommen hohe volkswirtschaftliche Kosten durch Frühberentung oder eine hohe Anzahl an Fehltagen. Trotz intensiver Forschung ist das Entstehen von Depressionen nur teilweise verstanden. Der Johanniskraut-Extrakt (Hyperforin) wird schon seit Jahrhunderten zur Therapie von leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Seine antidepressive Wirkung wird über einen bisher wenig erforschten Mechanismus vermittelt. Aus diesem Grund wollen die Forscherinnen und Forscher den Wirkstoff des Johanniskrauts mit Hilfe sogenannter Hyperforin-Analoga weiterentwickeln. Außerdem soll ein besseres Verständnis der Entstehung von Depressionen erlangt werden. Dies wollen die Forschungsgruppen erreichen, indem sie sich besonders auf die molekularen Mechanismen und die krankheitsbedingte veränderte Kommunikation von Nervenzellen im Gehirn fokussieren. Die Ergebnisse des Vorhabens können sowohl in der klinischen Behandlung von Depressionen wie auch bei der Erforschung möglicher Präventionsansätze verwendet werden.

Teilprojekte

Abgeschlossen

HYPerforin Analoga, ZInk und TRPC6 Kanäle - ein neues antidepressives Wirkkonzept

Förderkennzeichen: 01EW1405
Gesamte Fördersumme: 183.966 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Kristina Leuner
Adresse: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Naturwissenschaftliche Fakultät, Department Chemie und Pharmazie, Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie
Cauerstr. 4
91058 Erlangen

HYPerforin Analoga, ZInk und TRPC6 Kanäle - ein neues antidepressives Wirkkonzept

Das Vorhabenziel ist zum einen das bessere Verständnis der Pathogenese der Depression mit einem besonderen Fokus auf dem Zusammenspiel zwischen Transienten Rezeptor Potential Kanälen TRPC6, der synaptischen Plastizität und Zink. Ziel ist die Weiterentwicklung von chemisch stabilen, depressiv wirksamen Hyperforin-Analoga, die als molekulares Target TRPC6-Kanäle adressieren. Das Vorhaben ist in vier Arbeitspakete aufgeteilt, die das Konsortium in den nächsten drei Jahren bearbeiten wird: Synthese von neuen Hyperforin-Analoga, Analyse ihrer Effekte auf TRPC-Kanäle und auf die zelluläre Zink-Homöostase, Untersuchung der antidepressiven Effekte der Derivate im Zell- und Tiermodell und die Bedeutung von TRPC6-Kanälen und Zink bei der Pathophysiologie der Depression.