Verbund

NSEuroNet - Europäisches Netzwerk für Noonan-Syndrom und verwandte Erkrankungen

Das Noonan-Syndrom gehört zu einer Gruppe von seltenen, genetisch bedingten Erkrankungen, den RASopathien. In den Körperzellen der Erkrankten ist ein bestimmter Signalweg (der sog. RAS-MAPK-Signalweg) aufgrund von Veränderungen in verschiedenen Genen überaktiviert. Betroffene mit Noonan-Syndrom weisen zumeist einen Minderwuchs, typische Gesichtsveränderungen und angeborene Herzfehler auf. Eine ursächliche Behandlung zur Heilung existiert derzeit nicht.

Ziel des Verbundes „NSEuroNet“ ist es daher, die molekularen und zellulären Grundlagen des Noonan-Syndroms und verwandter Erkrankungen zu untersuchen. Dadurch sollen die Diagnosemöglichkeiten verbessert und neue Ansatzpunkte für Therapien entwickelt werden.

Dazu werden klinische und phänotypische Daten erfasst und mit genetischen Untersuchungen verknüpft. Zudem werden genetische Analysen von Patientinnen und Patienten mit bisher nicht geklärter Ursache durchgeführt, so dass neue Entstehungsmechanismen aufgeklärt werden können. Anhand von Proben der Betroffenen wird untersucht, welche Prozesse in Zellen verändert sind. Die entdeckten Strukturen können so möglichweise neue Ansatzpunkte für Therapien bieten.

Im Verbund forschen Arbeitsgruppen aus sechs Ländern gemeinsam an der Lösung dieser Fragen. Mit der Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte bei der Therapie seltener Krankheiten ermöglicht werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen wären.

Teilprojekte

Diagnose und Analyse des Krankheitsverlaufs

Förderkennzeichen: 01GM1921A
Gesamte Fördersumme: 276.499 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2024
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Zenker
Adresse: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Institut für Humangenetik
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg

Diagnose und Analyse des Krankheitsverlaufs

Das Noonan-Syndrom gehört zu einer Gruppe von seltenen, genetisch bedingten Erkrankungen, den RASopathien, in der verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst werden. Gemeinsam ist ihnen, dass in den Körperzellen ein bestimmter Signalweg (der sogenannte RAS-MAPK-Signalweg) aufgrund von Veränderungen in verschiedenen Genen überaktiviert ist. Betroffene mit Noonan-Syndrom sind gekennzeichnet durch Minderwuchs, typische Gesichtsveränderungen und angeborene Herzfehler. Eine ursächliche Behandlung zur Heilung existiert derzeit nicht. Ziel des internationalen Verbundes NSEuroNet ist es daher, die molekularen und zellulären Grundlagen des Noonan-Syndroms und verwandter Erkrankungen zu untersuchen. Dadurch sollen die Diagnosemöglichkeiten verbessert und neue Ansatzpunkte für Therapien entwickelt werden. In diesem Vorhaben steht die patientenbezogene Forschung im Fokus. Es werden klinische und phänotypische Daten erfasst und mit genetischen Angaben korreliert. Zudem werden genetische Analysen von Patientinnen und Patienten mit bisher nicht geklärter Ursache durchgeführt. Dadurch soll die Diagnosestellung bei Betroffenen mit RASopathien beschleunigt und verbessert werden.

Abgeschlossen

RAS-Signaling

Förderkennzeichen: 01GM1921B
Gesamte Fördersumme: 276.654 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Reza Ahmadian
Adresse: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät, Institut für Biochemie und Molekularbiologie II
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

RAS-Signaling

Das Noonan-Syndrom gehört zu einer Gruppe von seltenen, genetisch bedingten Erkrankungen, den RASopathien, in der verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst werden. Gemeinsam ist ihnen, dass in den Körperzellen ein bestimmter Signalweg (der sogenannte RAS-MAPK-Signalweg) aufgrund von Veränderungen in verschiedenen Genen überaktiviert ist. Betroffene mit Noonan-Syndrom sind gekennzeichnet durch Minderwuchs, typische Gesichtsveränderungen und angeborene Herzfehler. Eine ursächliche Behandlung zur Heilung existiert derzeit nicht. Ziel des internationalen Verbundes NSEuroNet ist es daher, die molekularen und zellulären Grundlagen des Noonan-Syndroms und verwandter Erkrankungen zu untersuchen. Dadurch sollen die Diagnosemöglichkeiten verbessert und neue Ansatzpunkte für Therapien entwickelt werden. In dem Vorhaben sollen Protein-Komplexe, welche beim Noonan-Syndrom verändert sind, analysiert und umfassend charakterisiert werden. Darauf basierend können anschließend Zielstrukturen für mögliche diagnostische oder therapeutische Ansätze definiert werden.